| Kinder in der DomRep |
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| Donnerstag, 08. Oktober 2009 um 16:56 |
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Stephan Klär, weitere Themen auf dieser Seite:
Hier ist alles ein bisschen anderes, und ein Kinderleben wird von der Familie bestimmt. Was heißt das im Klartext? In einer "normalen" Familie wächst ein Kind ohne große Probleme auf, kann zur Schule gehen, evtl. studieren, und muss sich keine all zu großen Sorgen machen. Anders ist es in einer Familie, wo das Geld knapp ist, wo vielleicht sogar die Eltern arbeitslos sind. Da lernt das Kind sehr schnell, was es heißt Geld zu verdienen. Wenn Sie schon einmal hier Urlaub gemacht haben, werden Sie die Schuhputzer kennengelernt haben, oder auch die Kinder, die Ihnen die Scheiben am Auto sauber machen. Wie alt mögen teilweise diese Kinder sein? Leider muss man sagen, dass diese Kinder teilweise noch nicht mal das 7te Lebensjahr erreicht haben, aber sie verdienen Geld, damit die ganze Familie leben kann. Diese Kinder gehen natürlich nur bedingt zur Schule, wenn überhaupt, und so kann man sich leicht vorstellen, welche Zukunftsaussichten diese Kinder haben. Die Schulen sind sowieso nicht mit Ihren Vorstellungen einer Schule zu vergleichen. Wir unterscheiden hier zwischen den Public-Schulen, die nichts kosten, teilweise sind auch die Bücher gratis und die Kinder bekommen sogar noch ein kleines Frühstück, und dann die Privatschulen. Privatschulen fangen bei ca. RD$600 monatlich an - nach oben kaum Grenzen gesetzt. Ich kenne eine Privatschule in Santo Domingo, da zahlen Sie im ersten Jahr RD$25.000 monatlich reines Schulgeld. Wenn Sie jetzt überlegen, dass dazu noch die Schulbücher etc. kommen, Uniformen darf man auch nicht vergessen - ein teures "Vergnügen", was sich nicht Jedermann leisten kann. Im Allgemeinen kann man sagen, dass Kinder hier viel früher selbständig sind, ein Mädchen mit 10 Jahren weiß wie man kocht, putzt und wäscht. Kaum vorstellbar, oder? Und sie wachsen früher zur Frau, was heißt, dass viele schon mit 14 Jahren, teilweise auch früher, ihre ersten Erlebnisse hatten oder sogar schon eigene Kinder haben. Auch hier gibt es Gesetze, von wegen Minderjährigkeit, aber recht selten kommt es zu einer Anzeige oder Verurteilung. Oft werden solche „Ausrutscher“ mit Geld oder Macheten unter den betroffenen Familien selbst geregelt. Gerade männliche Urlauber sollten sehr sehr vorsichtig sein, dass sich eine Inselschönheit nicht als 13-jährige entpuppt! Das könnte für den Urlauber doch zum größten Albtraum seines Lebens werden, denn Sie sind weiß, gelten als steinreich, und dann versucht man natürlich, alles Mögliche aus Ihnen heraus zu bekommen. Von strafrechtlicher Seite mal ganz abgesehen, wenn kein Geld fließen kann und es zur Strafanzeige kommt. Eins habe ich immer wieder beobachten können, die Jungs werden als Machos erzogen, dh, sie dürfen zu Hause alles, brauchen nicht im Haushalt zu helfen, und werden schon sehr früh wie kleine Erwachsene behandelt. Die Väter sind stolz, wenn sie ihren Jungen mit 10 Jahren am Wochenende mit in die Kneipe nehmen können. Also lernt der Junge schon sehr früh, dass er ein Macho sein "muss" - ob dies die richtige Erziehung ist, lassen wir einmal dahingestellt. Sie sehen, dass das Leben eines Kindes hier nicht wirklich so rosig ist, wie z.b in Deutschland, oder auch anderen europäischen Ländern, wo man behütet aufwächst, und wo das Kind mit 14 Jahren noch mit Puppen oder Autos spielt. Aber wenn man sie hier sieht - meistens strahlen sie, sind freundlich und in irgendeiner Weise auch glücklich. Aber auch hier hat die Zivilisation und der Umgang mit Urlaubern die Kinder verändert. Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, wo die Kinder um einen Peso gebettelt haben - heute fragen sie nach einem Dollar. Wer hat daran wohl die Schuld? Mentalitaet und mehr... Uhren gibt es zwar im Land, aber es ist recht schwierig einen Dominikaner zur Puenklichkeit zu erziehen. Verabreden Sie sich um 18 Uhr – wenn Sie um 20Uhr erscheinen, sind Sie bestimmt zu frueh. Auf der anderen Seite sind sie sehr hilfsbereit, wenn auch teilweise mit offener Hand, sind freundlich und eigentlich recht umgaenglich. Ich selber habe in fast 3 jahren hier kaum schlechte Erfahrungen gemacht. Natuerlich gilt hier auch das Sprichwort: „So wie man in den Wald hinein ruft, schallt es herraus“, und Dominikaner merken sehr schnell, ob jemand ueberheblich is oder es ehrlich meint. Das logische Denken haben sie leider nicht gelernt, teilweise schaue ich heute noch kopfschuettelnd zu einigen Aktionen, aber im Endeffekt kann man es nicht aendern. Zum Thema Frauen….Eine Beziehung mit einer Dominikanerin kann sehr harmonisch und gluecklich sein, aber bitte, SIE sind nicht immer ihr Mittelpunkt. Verabredungen werden nicht eingehalten, weil Waeschewaschen ploetzlich wichtiger ist. Aber nie ist es so, weil sie Sie nicht mag, nein, ist eben etwas fuer sie wichtiges dazwischengekommen, so einfach ist das, auch wenn Sie dabei vielleicht graue Haare bekommen. Familie ist hier etwas wichtiges und sie sind teilweise sehr gross.Man wird herzlich aufgenommen, wenn man sich „normal“ benimmt, und immer wieder gerne gesehen. Alles in allem brauchen Sie viel Geduld um erst einmal alles zu verstehen, und dann kommt der zweite Abschnitt – es zu akzeptieren, was fuer uns teilweise nicht einfach ist, aber man sollte es versuchen, denn Sie werden sehen, dass es sich lohnt. Prostitution Auch dieses Thema gehört nun mal zur Dominikanischen Republik, man darf davor die Augen nicht verschließen, denn sie ist leider sehr weit verbreitet. Wie Sie sicherlich wissen hat das Land einen gewissen Ruf, gerade in den Touristenzentren wie Sosua, Cabarete, Boca Chica und Bavaro. Teilweise so schlimm, dass man schon vom Sextourismus spricht. Es ist leider so, dass viele nichts gelernt haben, keinen Job haben oder bekommen. Aus dieser Not heraus wissen sie keinen anderen Ausweg. Die Mädchen haben fast alle Kinder, und teilweise müssen sie auch noch die Familie mit unterstützen. In den wenigsten Fällen weiß die Familie, was die Tochter treibt, zu Hause wird erzählt, dass sie eine Anstellung in einem Hotel hat. Unter all diesen Mädchen gibt es leider auch viele schwarze Schafe, und so sollte man als Tourist immer auf der Hut sein. Zu oft kommt es vor, dass der angetrunkene Freier ausgeraubt wird. Zu leicht wird es den Damen gemacht, deshalb sollte man in erster Linie immer auf seinen Alkoholspiegel achten, so dass man nie die Kontrolle über sich verliert. Wenn man wirklich ein Abenteuer sucht, ohne hier darüber moralisch zu urteilen, warum muss man dann hierfür volltrunken sein? Das habe ich nie verstanden. Auch sollte man Krankheiten nie außer Acht lassen, neben AIDS sind auch alle anderen Geschlechtskrankheiten verbreitet. Auch die lieben Touristinnen sind von all dem betroffen - und wir sprechen hier von den Sanky Pankies. Meistens junge, gutaussehende Dominikaner, die mindestens eine Fremdsprache sprechen. Sie haben ein gutes Auftreten und "fischen" gerne am Strand. Zuerst laden sie die Dame ein, am nächsten Tag hat er dann sein Geld vergessen. Da er aber so charmant war, übersehen Sie es und tappen sehr leicht in seine Falle. Zu gutgläubig kann sehr schnell ein Fehler sein. Gegen einen netten Flirt hat ja keiner etwas, aber ausgenommen zu werden, und das den ganzen Urlaub lang, ich weiß nicht. Das geht aber noch weiter - wieder zu Hause kommen die Anrufe oder E- Mails. Kind krank, Familie, sprich Mutter im Krankenhaus usw. Die Palette ist riesig, und jeden Monat lässt ER oder SIE sich etwas Neues einfallen - teilweise so dreist, dass sie einen Freund anrufen lassen, dass der oder die im Gefängnis sitzen würde. Also Vorsicht! Alles in Allem sollten Sie immer die Augen offenhalten, und je weniger Alkohol Sie in einer Diskothek trinken, um so weniger anfällig sind Sie. Kleiner Hinweis am Rande Haitianer Viele Haitianer kommen hier ins Land um zu arbeiten, teilweise für wenig Geld, da sie fast alle illegal hier sind. Der größte Prozentsatz arbeitet in der Baubranche und als Verkäufer. Sicherlich haben Sie schon Frauen gesehen, mit großen Schüsseln auf dem Kopf mit allerlei Dingen, wie Parfum, Wäsche, Schuhe etc. Dominikaner mögen Haitianer ganz und Garnichts, erstens sind sie fast alle schwarz, und man könnte annehmen, dass die Dominikaner Rassisten sind, wie sie teilweise über Haitianer reden. Wenn Sie sich aber mal die Mühe machen einen Haitianer besser kennen zu lernen, werden Sie sehen, dass diese Menschen Garnichts so schlecht sind, wie es immer wieder gesagt wird. Der Haitianer ist ehrlich, er sagt Ihnen z.B. "ok, ich mag Sie zwar nicht besonders, aber ich trinke ein Bier mit Ihnen". Sie wissen dann genau wo Sie dran sind, was bei einem Dominikaner nicht immer so leicht zu erkennen ist, weil Sie immer sein FREUND sind. Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit Haitianern gemacht, habe hier in Santiago sogar fast schon einen Freund gefunden, einen, ich glaube, dass ich mich auf ihn verlassen kann. Als ich noch an der Nordküste gewohnt habe, bin ich öfters mal in eine Haitianisches Dorf gefahren - liegt hinter Monte Llano in den Reisfeldern. Was man dort erleben kann, ist schon einmalig. Frauen, die vor den Häusern kochen, Diskotheken mit ausschließlich Haitianerinnen etc. Sollten Sie mal die Gelegenheit haben Haitianisch zu essen, tun Sie es, wenn Sie eine pikante Küche lieben. Ich habe seinerzeit viel probieren dürfen, sieht nicht alles immer so aus, als ob man es essen könnte - aber nur Mut ! Haitianer sind sehr gastfreundlich, Sie werden, wenn Sie freundlich auftreten schnell eingeladen, auch wenn die Verständigung manchmal recht schwierig ist, denn in vielen Fällen sprechen sie nur kreolisch, einem Gemisch aus Französisch und Afrikanisch. Gehen Sie offen auf diese Menschen zu, ich weiß, dass der Gesichtsausdruck in vielen Fällen ernst und manchmal unheimlich ist, aber sie sind freundlich und nett. Natürlich, wie auf der ganzen Welt, gibt es unter Haitianern auch schwarze Schafe, das ist nun mal so, und keiner kann das ändern.
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| Aktualisiert ( Sonntag, 27. Februar 2011 um 11:12 ) |
Die Dominikaner



