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Empfohlene Literatur PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 14. Oktober 2009 um 10:19
Stephan Klär
Literatur Empfehlungen aus und über die DomRep

An dieser Stelle möchte ich natürlich auch die Gelegenheit nutzen, auf einige lesenswerte Literatur über die Dominikanische Republik hinzuweisen.

El PATRON, ein Buch mit Autobiographischen zügen.......
Während eines Urlaubs in der Dominikanischen Republik wird der fünfjährige Sohn eines deutsch-dominikanischen Ehepaares verschleppt.

Auf der Suche nach ihm geht der Vater durch die Hölle. Verstrickungen zwischen Drogenkartellen, Militär und Politik kommen ans Licht, und sein Weltbild zerplatzt innerhalb nur weniger Tage wie eine Seifenblase.

Alle Fäden der Machenschaften scheint nur eine einzige Person in den Händen zu halten – EL PATRÓN.

El_Patron_von_Yves_Drube

Sind Sie an diesem Buch interessiert? Dann schreiben Sie Mir! Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Das Fest des Ziegenbocks
Im Zentrum dieses spannendem Romans steht die Historische Gestalt des Lateinamerikanischen Alleinherrschers Trujillo, genannt >>Der Ziegenbock<<. An seinem schillerndem Beispiel zeigt Vargas Llosa die Verführung der Macht und die seelischen Verkrüppelung, die ein Gewaltregime bei Opfern wie bei Tätern hinterlässt:
>>Ein meisterhafter neuer Diktatoren- Roman<< (FAZ)
Erschienen: suhrkamp Taschenbuch 3427 

Das_Fest_des_Ziegenbocks_1

Der Hass auf den Westen
Wie sich die armen Völker gegen den wirtschaftlichen Weltkrieg wehren
© Die Berliner Literaturkritik, 25.09.09

MÜNCHEN (BLK) – Im September 2009 ist  im C. Bertelsmann Verlag das Sachbuch von Jean Ziegler „Der Hass auf den Westen“ erschienen.

Klappentext: „Jean Ziegler wird mit diesem Preis für sein Engagement für die am stärksten ausgebeuteten Menschen auf diesem Planeten geehrt.“ Die Begründung für die Verleihung des Literaturpreises für Menschenrechte für „Der Hass auf den Westen“

Er gilt als scharfzüngiger Globalisierungskritiker, als „Stimme der Armen und Schrecken der Mächtigen“ (so der Stern): Jean Ziegler ist einer der letzten zornigen Linken, der unermüdlich Elend, Unterdrückung, Menschenverachtung und die Arroganz der Reichen als Resultat eines global agierenden Kapitalismus und einer „mörderischen Weltordnung“ anprangert. In seinem neuen Buch, für das er Ende 2008 mit dem Literaturpreis für Menschenrechte ausgezeichnet wurde, diagnostiziert er wachsenden Hass der Armen und Entrechteten auf den Westen. Dessen Nährboden sind gegenseitiges Unverständnis sowie das Bewusstsein jahrhundertelanger Verachtung und Unterdrückung – mit weit reichenden Folgen für globale Friedenspolitik

Jean Ziegler, Jahrgang 1934, emeritierter Professor der Soziologe, saß lange Jahre als Genfer Abgeordneter im Schweizer Nationalrat. Seit dem Jahr 2000  ist er Mitglied des UN-Menschenrechtsrates und gilt als einer der international bekanntesten Globalisierungskritiker. Er wurde mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. (kum) 

Der_Hass_auf_den_Westen

Leseproben
von Yves Drube


Verarmung
Mit den Händen in den Hosentaschen schlendere ich die belebte Geschäftsstraße entlang. So lasse ich mich im Meer der Großstadtanonymität treiben. Den Hals tief in den Kragen gezogen schaue ich in die vorbeiziehenden Gesichter. Die meisten wirken so nichts aussagend – ja fast apathisch, mit glanzlosen Augen. Wie mechanisch gesteuert stolzieren die Leute aneinander vorbei. Meinen Gedanken lass ich ungebremst freien Lauf! Eigentlich schon Wahnsinn, wie viele Menschen und wie wenig Humanität sich um mich herum befindet. Ein Lichtblick für das wiedererweckende Interesse an den Mitmenschen ist die schleichende Verarmung der Bevölkerung. Erst wenn die Not wieder größer wird, besinnt man sich auf Grundwerte wie zum Beispiel der Nächstenliebe. Dann wird man sich auch wieder für den Nachbarn mit seinen größeren oder kleineren Problemen interessieren und das Zuhören wieder erlernen.
Aber was soll ich jetzt für unsere Zukunft hoffen? Dass es bald wieder mehr Menschlichkeit gibt oder dass jeder in seinem bisherigen Leben ohne Änderungen verwurzelt bleibt?
Veröffentlicht in Das Leben live

Der deutsche Heinrich
Heinrich mag es wenn er sich mit seinem Elektrorasierer, Made in Südostasien, über seinen Schädel fährt. So steht er mit einem Feinrippunterhemd, Unterhose und Socken, die von indischen Kindern in einer Hinterhoffirma gefertigt wurden, vor dem Spiegel. Seinen rechten Oberarm ziert ein, kunstvoll mit chinesischer Tinte gestochener, Wodan – auch weiter nördlich als Odin bekannt. So germanisch sollte man als Deutscher schon sein, dass man etwas nordische Mythologie, auch wenn man noch nie das Buch der Edda in den Händen hielt, in oder an sich trägt. Dabei gibt es dieses Werk doch in fast jeder Buchhandlung – gedruckt in der Tschechischen Republik. Fertig rasiert. Heinrich streicht sich zufrieden über seinen Kopf. Dann schlüpft er in seine Jeans, die in einer mittelamerikanischen Freihandelszone von hübschen Händen attraktiver Latinas für ca. 4€ am Tag im Akkord gefertigt wurde. Jetzt noch schnell ein Hemd, Bomberjacke und 14-Loch Rangerboots aus der letzten englischen Modekollektion übergezogen und schon kann es auch losgehen. Er muss sich etwas beeilen um pünktlich bei seiner Arbeit zu erscheinen. So sind sie, die Deutschen; pünktlich und arbeitsam! Hoffentlich springt jetzt auch der japanische noch Kleinwagen an. Er hat ja auch schon einige Jahre auf dem Buckel. Glück gehabt! Jetzt kann es los gehen. Eine CD wird eingelegt. Zu hämmernden Rhythmen werden Hetzparolen gegen andere Nationen gekotzt. Das ist seine Welt! Des deutschen Heinrichs Welt! Da ist ja auch schon die Firma. In der Einfahrt grüßt er Herrn Müller, seinen Chef – den Geschäftsführer. Ob Herbert weiß, dass Herr Müller nur angestellter Geschäftsführer ist und der Inhaber des Unternehmens Abdullah Yildiz heißt? 

WEIHNACHTSALPTRAUM
Sie war gerade mal fünfzehn Jahre jung, den grünen Irokesen steil aufgerichtet und hatte sich kürzlich erst eine frische Sicherheitsnadel durch die Nase gejagt. Es war kalt unter der alten Lederjacke, deren Rücken ein großes „A“ wie Anarchie mit einem Kreis darum zierte. Durch die zerrissene Hose zog der eisige Wind und ließ sie die Kälte auf der Haut spüren. Vor sich schob sie ein ungeborenes Kind unter dem Herzen her. Ihr war übel vor Hunger und der Magen rebellierte. Wann hatte sie eigentlich das letzte Mal etwas gegessen? Es musste heute Morgen gewesen sein. Ein halbes Brötchen und einen halben Becher Kaffe. Mehr war nicht drin! War es doch etwa ein Fehler von zu Hause abgehauen zu sein? Bloß nicht darüber nachdenken! Neben ihr schritt der zukünftige Stiefvater des ungeplanten Kindes und man teilte sich die letzte Kippe. Der Erzeuger war wie von Geisterhand vom Erdboden verschwunden. Doch dieser Begleiter, der sie schützte, stand zu ihr und zu dem kleinen ungeborene Lebewesen. Auf jedem Fall beteuerte er es immer wieder. Vom Outfit unterschieden sich die zwei heruntergekommenen Personen nicht wesentlich. Zwei schräge Vögel, mit viel Leder, Ketten und Nieten, die auf der Suche nach ihrer Identität waren. Schon lange reisten sie durch das Land. Wollten nur weit weg sein von ihren elterlichen Häusern um dem spießigen Tratsch der Nachbarn zu entkommen. Leute, die nie jung waren und nichts verstanden.
n vielen Fenstern der Straßen leuchteten bunte Lichter und Weihnachtmotive. Das wilde Herz der Beiden schmolz dahin. Wehmut! Heimweh nach Geborgenheit. Unter den dünn besohlten Schuhen knirschte der Schnee. Er glitzerte unter den Laternen als wären es kleinste Glassplitterchen.

Irgendwann und irgendwo wurde die Scham überwunden und man klingelte an der Tür eines der beiden Einfamilienhäuser.

Schritte schlürften gemächlich zur Tür. Ein Mann mittleren Alters, der gerade umständlich versuchte seine Krawatte zu binden, öffnete die Tür. Geschockt hielt er inne.

„Was wollt ihr?“, fragte er erschrocken.

„Ik komm aus Berlin und wollte Dir fragen ob wir heute Nacht in der Garage neben dem Haus pennen können.“ Das junge Mädchen deutete auf dem Parkbau, der offen und leer da stand. Dabei streichelte sie nicht ohne Hintergedanken über ihren dicken Bauch.

Der unbekannte Mann lief rot an.

„Seid ihr denn verrückt, asoziales Pack! Schert euch zum Teufel bevor ich die Polizei hole! Am Heiligen Abend die Leute zu belästigen wenn sie besinnlich beisammen sitzen!“ Die Tür wurde zugeknallt und man hörte noch drei Tastentöne seines Telefons.

Das Paar mit der hochschwangeren Frau zog weiter…weg von dem Haus, das im Vorgarten liebevoll mit einer Krippe und der christlichen Geburtsszene geschmückt war. 
Veröffentlicht in Das Leben live

Spenden in der Vorweihnachtszeit
Die Tage werden kürzer und die Nächte länger. So treten wir wie jedes Jahr in eine Zeit voller Geheimnisse und Magie ein. Es ist aber auch die Epoche des Jahres in der vermehrt Werbespots diverser Hilfsprojekte halbverhungerte Kinder zur Schau stellen um im TV ihre Spendenaufrufe zu starten. Dies sehe ich während ich gemütlich bei Kerzenschein meinen Glühwein schlürfe und süßes Gebäck knabbere. Mich umgibt eine besinnliche Atmosphäre.

Einige Tausend Kilometer von hier entfernt wird man heute Abend auch wieder bei Kerzenschein sitzen. Wie fast jeden Abend schaltet man dann den Strom ab und wird die Leute im Dunklen sitzen lassen. Unbehagen sitzt man bei Kerzenschein immer mit der Angst überfallen werden zu können. Man wird Zeit haben darüber nachzudenken, wie man seine Kinder morgen satt bekommt.

Es ist falsch sich in dieser Zeit Mitleid einreden zu lassen. Das Jahr hat 365 Tage an denen geholfen werden kann! Überlegt Euch gut wie Ihr helft!
Veröffentlicht in Das Leben live
http://yvesdrube.wordpress.com

Aktualisiert ( Mittwoch, 06. Januar 2010 um 14:16 )
 
 
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